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  • Jüterbog 2

 

  • Altes Lager

 

  • Munitionsanstalt

 

Das Foto zeigt eines der typischen Munitionslagerhäuser. Sie stehen auf "Füßen" aus Stahlbeton und haben eine sehr leichte Dachkonstruktion, die im Falle einer Explosion zur Druckentlastung beitragen soll. Jedes der schachbrettartig über dem Gelände verteilten Häuser hat Gleisanschluß und eine Eisenbahnverladerampe.

 

 

  • Neues Lager

 

  • Forst Zinna

 

  • Lager III
Der Kartenausschnitt stammt aus der Planungsphase zum Bau des neuen Truppenlagers im Zinnaer Forst. Südöstlich der Bahnstrecke zwischen Grüna und Luckenwalde ist bereits das Karree eingezeichnet, auf dem das Lager entstehen soll. Die starke Linie auf der anderen Seite der Bahnstrecke markiert die Grenze des TrÜbPl Jüterbog. Die nicht genau datierte Karte zeigt bereits die Überholspur, das Bahnhofsgebäude und das Stellwerk sowie die Brücke über die Bahnstrecke.

 

  • Adolf-Hiltler-Lager

Das letzte Truppenlager, nach dem „Alten Lager“ und dem „Neuen Lager“ hieß zunächst einfach „Lager III“. Die Postanschrift war „Jüterbog 2, Lager III“, womit die Zählung Altes Lager als Lager I und Neues Lager als Nr. II einfach fortgesetzt wurde. Zuerst soll hier SS, eventuell sogar die spätere Leibstandarte „Adolf Hitler“ gelegen haben. Doch dazu gibt es nur vage Zeugenaussagen. Nachweislich war ab Herbst 1935 die Beobachtungs-Abteilung 3 in dem neuen Truppenlager untergebracht, der dann weitere in Neuaufstellung befindliche Beobachtungsabteilungen folgten.

 

Das Lager III ist zugleich auch als „Waldlager“ bezeichnet worden. So heißt der Aufstellungsort der Beobachtungsabteilung 2 „Waldlager Jüterbog/Forst Zinna“ und bei der Beobachtungsabteilung 35 „Waldlager Forst Zinna bei Jüterbog“. Einerseits mag der allgemeine Begriff der Tarnung der konkreten Ortsangabe gedient haben, zum anderen belegen zeitgenössische Fotos, daß der Wald tatsächlich (wie bei anderen Neubauten in der Garnison zu der Zeit an anderen Stellen auch) weitgehend geschont worden ist. Irgendwann Mitte der 30er Jahre bekam der Kasernenkomplex den amtlichen Namen „Adolf-Hitler-Lager“.

Hier zwei weitere Ansichten, Haupteingang und Unterkunftsbereich.

 

Nach den neu aufgestellten Beobachtungs-Abteilungen kam 1936/37 vorübergehend die II. Abteilung des vergrößerten Lehrregiments der Artillerieschule ins Lager III. Später waren Teile der Beobachtungslehr-Abteilung in Forst Zinna und anschließend diente das Lager der in Entwicklung befindlichen Sturmgeschütztruppe als Unterkunft. In den letzten Kriegstagen gehörte das Kasernement des Adolf-Hitler-Lagers ebenfalls zum Aufstellungsbereich der Division „Friedrich Ludwig Jahn“.

 

Die folgenden zwei Fotos stammen aus der Zeit, als in Forst Zinna die Sturmartillerie aktiv war und zeigen ein Sturmgeschütz (oder zwei verschiedene) vor dem Lager und bei der Einfahrt durch den Haupteingang. Bei der Beschriftung 90555 soll es sich um die Fahrgestellnummer handeln, die zu einer Ausführung C gehören würde. Das lässt auf den Zeitraum Winter 1941/42 schliessen.

 

  • sowjetische Garnison
Traurige Berühmtheit erlangte der Standort Forst Zinna mit einem schicksalsschweren Eisenbahnunglück am 19. Januar 1988. Ein 36 Tonnen schwerer sowjetischer Panzer vom Typ T 64 hatte sich auf freier Strecke, d.h. abseits eines Bahnübergangs, dem Zug D 716 in den Weg gestellt. „Der geringen Besetzung, insbesondere der ersten Wagen des Zuges, ist es zu verdanken, dass nur sechs Menschen, darunter beide Lokomotivführer, ihr Leben verloren. Fünf Schwer- und 33 Leichtverletzte wurden in die Krankenhäuser eingeliefert. Die E-Lok 211 006..., sechs Schnellzugwagen, ein Speisewagen wurden infolge der schweren Beschädigung an Ort und Stelle zerlegt und verschrottet“. Mindestens ein weiteres Eisenbahnunglück in dieser Gegend hatte vermutlich dieselbe Ursache. Offiziell wurde bei der Entgleisung eines Güterzuges erklärt, ein westdeutscher (!) Güterwagen wäre nicht mehr spurtreu gewesen und hätte den Zug zum entgleisen gebracht. Hinter vorgehaltener Hand jedoch wurde berichtet, illegale Panzerüberfahrten hätten zu Gleisverwerfungen geführt. Da es deutscherseits nicht möglich war, diesbezüglich Wiederholungen zu untersagen, wurde nach dem tödlichen Unfall vom Januar 1988 damit begonnen, links und rechts der Strecke regelrechte Panzersperren zu errichten. Erdwälle und schräg eingegrabene Betonschwellen sollten Panzerbesatzungen davon abhalten, willkürlich die Eisenbahnstrecke zu überfahren.

Die Westgruppe der russischen Truppen räumte Forst Zinna in zwei Phasen. Während die Panzerkasernen schon zum 1. Januar 1991 der Bundesvermögensverwaltung übergeben werden konnten, zog die Baubrigade erst zum 17. Mai 1993 aus.



Nachfolgend einige Impressionen der verlassenen Anlagen:

Nach dem die DDR-Verwaltungsakademie der Sowjetarmee in Forst Zinna Platz zu machen hatte soll ein Armeestab in den Kasernen gelegen haben. Vermutlich handelte es sich um die 8. Truppenarmee.

Nach jetzigem Wissensstand waren von der Sowjetarmee in Forst Zinna in den 80er Jahren folgende Verbände und Einrichtungen untergebracht:

der Stab einer Baubrigade,

eine Fähnrichschule,

ein Versorgungszentrum „Basa“,

ein Panzerausbildungsregiment,

das Luftsturmbataillon der 32. Panzerdivision und

ein Tanklager.

Die Karte zeigt den baulichen Zustand vom Truppenlager Forst Zinna zum Zeitpunkt des Abzuges der Russen.

 

 

  • Fuchsbergkaserne